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Mit 41,8 Mrd. EUR bewegen sich die Immobilienumsätze in Baden-Württemberg auf einem neuen Rekordwert

Umsätze steigen im Vorjahresvergleich um +8,6 Prozent

Das Marktforschungsinstitut IVD Süd e.V. kommt im Rahmen eine Analyse der Immobilienumsätze in Baden-Württemberg zu dem Ergebnis, dass diese einen neuen historischen Höchststand erreicht haben. Basis für die Umsatzermittlung ist das vom Bundesministerium für Finanzen errechnete Grunderwerbsaufkommen aus dem Jahr 2019. Ausgehend davon haben sich die Umsätze im Immobilienbereich seit 2000 um +103 Prozent mehr als verdoppelt.

Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD Süd e.V., erläuterte in diesem Zusammenhang, dass in Baden-Württemberg die Immobilienumsätze zum dritten Mal in Folge einen neuen Höchstwert erreicht hätten. So sei der Immobilienumsatz um +8,6 Prozent auf insgesamt 41,8 Milliarden Euro angestiegen.

Vor allem in Ballungszentren Baden-Württembergs haben die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren stark angezogen. Aber auch in den Kreis- und Mittelstädten, so auch in Ravensburg, Weingarten und Oberschwaben ist dieser Trend zu beobachten. Dennoch bleibt der Markt allem Anschein nach für institutionelle Anleger sowie für private Käufer weiterhin attraktiv. Nach Auffassung von Prof. Kippes seien die Immobilienumsätze auf das jeweilige verkaufte Objekt zurückzuführen. Dabei bestehe „nicht unbedingt“ ein Zusammenhang zur steigenden Anzahl der Verkaufsfälle.

Ein Treiber für die stetig steigenden Immobilienpreise und Immobilienumsätze ist die nach wie vor wachsende Nachfrage nach Wohnimmobilien. Ende des Jahres 2017 stiegen die Bauzinsen langsam an, wodurch die Befürchtung über das Ende der Niedrigzinsphase entstand und maßgeblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung hatte. Daraus resultierte letztendlich ein starker Anstieg der Immobilienumsätze in den letzten Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Sommer 2019 angekündigt, die Nullzinsphase bis Mitte 2020 zu verlängern. Das erneut sinkende Zinsniveau zu Beginn des Jahres 2019 hat die hohe Investitionsbereitschaft abermals entfacht.

Die Analyse des IVD-Instituts basiert auf den von der Finanzverwaltung eingenommenen Grunderwerbsteuern. Sowohl Sharded-Deals als auch familieninterne Umschichtungen sind in den ermittelten Immobilienumsätzen nicht enthalten.

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Ravensburg, den 06.02.2020